Birkensaft

Birken Birkensaft Birkenwasser

Birkensaft ist eine farblose Flüssigkeit, die aus Birken, besonders Hänge-Birken gewonnen wird (geerntet) oder aus Wunden des Baumes austritt. Das zapfen von Birkensaft hat eine lange Tradition. In Westeuropa wurde sie weitestgehend aufgegeben, während in den ländlichen Regionen Osteuropas, Skandinavien, Russland, China und in der Ukraine bis heute gezapft wird. Die Saftgewinnung erfolgt dabei ähnlich wie beim Ahornsaft.

Wie wird Birkensaft geerntet?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den Birkensaft zu gewinnen. Früher wurden große Löcher in den Stamm gebohrt, davon wird heutzutage Abstand genommen um den Baum zu schonen. Es reich, in die Rinde zu bohren oder große Äste nahe am Stamm an der Unterseite anzubohren. Es reicht sogar, den Ast „nur“ anzuschneiden, die Äste werden in eine angebundene Flasche gesteckt, um den ablaufenden Saft aufzufangen. Beachtenswert ist, dass eine Birke mit ca. 50 cm Stammdurchmesser bis zu 10 Liter Birkensaft am Tag abgeben kann, dies ist jedoch auch abhängig von der Bohrung in den Witterungseinflüssen.

Wann wird Birkensaft gezapft?

Die Ernte des Birkensaftes erfolgt im Frühjahr nach dem letzten Bodenfrost (März bis Anfang Mai). In diesem Zeitraum fördert die Birke die im Sommer gesammelten Nährstoffe aus den Wurzeln heraus in die zarten Knospen.

Welche Vitamine und Nährstoffe enthält Birkensaft?

Der Birkensaft dient eigentlich der Nährstoffversorgung des Baumes, deswegen wundert es nicht, dass er reich an Vitamin C, Proteinen, Zink, Natrium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Eisen, Kalium und Aminosäuren ist. Des Weiteren enthält er Saponine, dies sind Vorstufen des Zuckers und fördern die Stoffaufnahme aus dem Darm. 100 ml Birkensaft enthalten übrigens nur 5 kcal!

Ist Birkensaft giftig?

Nein, Birkensaft ist nicht giftig. Man sollte bei der Auswahl des Baumes jedoch darauf achten, dass der Boden nicht belastet ist, denn dies bedeutet das der Birkensaft möglicher Weise auch belastet ist.

Welche Wirkung hat Birkensaft?

Dem Birkensaft werden gleich mehrerer Eigenschaften nachgesagt, die die Gesundheit maßgeblich fördern. Die im Birkensaft enthaltenen Saponine stehen im Ruf, Darmkrebs vorzubeugen. Wer jedoch an Darmentzündungen leidet sollte den Birkensaft meiden, da die Saponine die Stoffaufnahme begünstigen und somit auf mehr Giftstoffe aufgenommen werden). Insgesamt gilt Birkensaft jedoch als entzündungshemmend und entgiftend.

Was kann man mit Birkensaft machen?

Birkensaft kann innerlich und äußerlich angewendet werden, Denn man kann ihn nicht nur trinken, sondern auch als Mittel gegen Haarausfall direkt auf der Kopfhaut auftragen.

Wie lange ist Birkensaft haltbar?

Frisch gezapfter Birkensaft ist nur wenige Tage haltbar und sollte gut gekühlt gelagert und rasch verzehrt werden.

Kann man Birkensaft selbst zapfen?

Ja, dazu sucht man sich eine geeignete Birke aus und bohrt sie schräg nach oben an (ca. 70cm über dem Boden). Anschließend steckt man einen Schlauch in das Loch und in das Auffanggefäß. Der gesamte Ablaufvorgang sollte geschlossen sein, da sich sonst Insekten und vor allem Ameisen davon angezogen fühlen. Nach dem abzapfen sollte das Anbohrloch wieder mit Holzspänen verschlossen werden.

Wo kann man Birkensaft kaufen?

Birkensaft erhält man in jedem gut sortierten Reformhaus, bei Edeka und verschiedenen Anbietern im Internet. Eine Bestellung über Amazon ist sehr oft günstiger und die Auswahl ist größer. Des Weiteren brauch man die Flaschen oder Tetrapaks nicht nach Hause tragen, sondern bekommt diese direkt an die Tür geliefert.

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